
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)
Du kannst ein Jahr lang in einer Einrichtung für Natur- und Umweltschutz oder Umweltbildung arbeiten und Erfahrungen sammeln. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für ALLE jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren.
Der Beginn ist immer am 1. September. Wenn im Laufe des Jahres noch Stellen frei werden, kannst du auch später einsteigen.
Das FÖJ ist Teil einer weltweiten Bewegung, die eine bessere Welt schaffen will. Es folgt den Zielen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).
Ein neuer Film lässt Freiwillige zu Wort kommen. Er zeigt beispielhaft drei Einsatzstellen und gibt Einblicke in die Seminararbeit: www.youtube.com/watch
In Bayern wird das FÖJ von drei Jugendorganisationen organisiert: BDKJ, EJB und BUNDjugend Bayern. Sie arbeiten zusammen als Trägerverbund.
Voraussetzungen
- Du möchtest im Umwelt- und Naturschutz arbeiten? 12 Monate und 35 Stunden in der Woche?
- Du bist zu Beginn des FÖJ (Stichtag 1.9.) noch nicht 26 Jahre alt.
- Du hast deine Schulpflicht in Vollzeit beendet.
- Du hast keinen anderen Freiwilligendienst länger als 6 Monate gemacht.
Dazu gehören FÖJ, FSJ und BFD, in Deutschland oder im Ausland. - Du kannst aus bestimmten Gründen nicht 35 Stunden in der Woche arbeiten? Frag bitte bei einem der Träger nach.
Deine Vorteile
Im Freiwilligen Ökologischen Jahr kannst du handeln statt nur zusehen. Du kannst aktiv mitgestalten und den Naturschutz voranbringen. Es ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Im FÖJ hast du viele Chancen, wie zum Beispiel demokratisch gewählte Sprecher*innen, Aktionstagen, Arbeitskreisen, Einsatzstellentausch und mehr.
- Im FÖJ arbeitest du 35 Stunden in der Woche (Teilzeitmodell). Damit hast du mehr Zeit für dich und deine persönlichen Bedürfnisse.
- Solltest du im Herbst parallel die Zusage für einen Studienplatz haben, behältst du nach deinem FÖJ auch ein Jahr später den Anspruch darauf (§34 Hochschulrahmengesetz).
- Fachliche Anleitung und persönliche Unterstützung: Du wirst von einem*r Anleiter*in eingearbeitet, unterstützt und begleitet.
- Freie Unterkunft und Verpflegung: Wenn deine Einsatzstelle keine Unterkunft oder Verpflegung stellt, bekommst du einen monatlichen Geldbetrag als Ersatz. Für die Unterkunft sind es zwischen 242 und 285 Euro, für die Verpflegung 345 Euro.
- Monatlich 200 Euro Taschengeld
- Du bist sozialversichert (Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung).
- Mindestens 26 Tage Urlaub für Reisen und mehr. Zusätzlich bekommst du drei Tage für Berufsorientierung oder Aufnahmetests.
- Fünf spannende Seminare an besonderen Orten in Bayern. Die Seminare werden von den Trägern und den FÖJler*innen organisiert. Es gibt Vorbereitungstreffen und gewählte FÖJ-Gruppensprecher*innen.
Hier findest du mehr Infos zu den Seminaren.
Vielfältige Tätigkeitsfelder in über 170 Einsatzstellen
- Biotoppflege, Kartierungs- und Messarbeiten, zum Beispiel bei Umweltbehörden
- Schutzmaßnahmen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel in Nationalparks
- Ökologische Landwirtschaft, zum Beispiel auf Bio-Höfen
- Waldarbeit, zum Beispiel in Forstämtern
- Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungsabläufe, zum Beispiel bei Umweltverbänden
- Forschung, zum Beispiel in Umweltlabors
- Fairer Handel, zum Beispiel in Jugendbildungsstätten
- Klimaschutzmaßnahmen, zum Beispiel in Landratsämtern
- Umweltbildung, zum Beispiel an Umweltstationen
Alle Einsatzstellen und Tätigkeitsfelder findest du hier.





